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Büro- und Geschäftshaus,
Friedrichstraße 148, Berlin
1999–2002

Der Bau ist Teil von sieben Häusern als der einen Hälfte eines großen innerstädtischen Blocks gleich südlich des stark frequentierten Bahnhofs Friedrichstraße. Städtebaulich waren der Blockrand, die Nutzung des Erdgeschosses für Läden, die Gliederung in acht Geschosse und der Innenhof mit Begrünung vorgegeben.

Das Büro- und Geschäftshaus bildet das Mittelstück jener Seite des Blocks, die an der ungemein belebten Friedrichstraße liegt. Es sticht von seinen zwei Nachbarn aufgrund seiner durch und durch gläsernen Außenhaut deutlich ab. Diese gliedert sich in vier Zonen: in das Erdgeschoss und erste Obergeschoss als den Sockel; in die mittlere Partie vor dem Atrium;
schließlich in die linke größere und rechte kleinere, in beiden Fällen gewellte Fassade vor den Einzelbüros.

Die gewellten Fassaden mit ihren links drei, rechts zwei Achsen – bei denen sich, nach Art von Schuppen, die jeweils linke Kante der einen Scheibe über die jeweils rechte Kante der anderen Scheibe schiebt – hängen von leicht gekrümmten »Bumerangs« im Abstand vor den öffenbaren Fenstern der Büros. Zusammen wirken die beiden Fassaden wie der Vorhang eines Theaters, der eben nach links und rechts zur Seite gezogen wird, um den Blick auf die Bühne freizugeben.

Diese Bühne ist das Atrium. Sein Abschluss in Richtung der Straße ist glatt. Die Scheiben haben ein Gewicht von etwa 20 Tonnen; sie hängen an Punkthaltern, diese an flachen Profilen, diese an den Armen eines geschosshohen Trägers mit Ober- und Untergurt. Doch nicht allein nach vorn, sondern auch zu den andern drei Seiten wie zum Himmel ist das acht Etagen hohe Atrium ein primär gläsernes Gehäuse. An der Südwand gleiten zwei Aufzüge hinauf und hinab. Die Westwand fällt durch mehrere kleinere Balkone auf, die mit dem Motiv des Inneren als Äußeren spielen. Hinter den Balkonen liegt ein Teil der Büros.

Von innen betrachtet erweist sich der Bau als eine Dreiflügelanlage mit Einzel- und Gruppenbüros, die durch zwei Kerne versorgt werden. Die nach Westen, das heißt in den begrünten Innenhof weisenden Einzelbüros haben sämtlich Drehkippfenster und einen außen fixierten Sonnenschutz.

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