In der Manege: Kolumne Eike Becker, Immobilienwirtschaft 03/19

In der Manege: Kolumne Eike Becker, Immobilienwirtschaft 03/19

Mit der Bahn geht es für mich weiter in die Innenstadt. Die FAZ will in zwei Jahren ihre neue Zentrale im Europa-Viertel beziehen. Heute geht es bei unserer Präsentation um ihre Innenräume. Ob ich diese so klugen Köpfe von dem Prinzip der Raumdeckung und der intensivierten Zusammenarbeit überzeugen kann? Die Chance eines Neubeginns durch einen Umzug bietet sich für Unternehmen vielleicht nur alle zwei Generationen. Ohne Mut keine gute Architektur. Beim Ausstieg in Berlin ruft ein Auftraggeber zurück. Ich versuche ruhig und bedächtig unser Gespräch nach vorne zu bringen. Aber wir müssen uns dazu in Kürze nochmal treffen und in die Augen schauen. Ohne Vertrauen keine Architektur. Ich schaue mir ein Grundstück etwas weiter außerhalb in Tegel an. Der Abbruch eines Rechenzentrums soll Platz für eine Logistikhalle machen, Industrie light darüber. Die Flächen werden bereits für 10,50 € angeboten. Das ist der Mietpreis, den wir vor 15 Jahren im GSW Hochhaus in bester Lage am Gendarmenmarkt gezahlt haben. Kein Wunder, dass alle, die diese Zeit erlebt haben, die hohen Mieten heute nur schwer verstehen. Aber ohne florierende Wirtschaft gibt es keine Architektur.

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