Über Generationen: Kolumne Eike Becker, Immobilienwirtschaft 04/19

Über Generationen: Kolumne Eike Becker, Immobilienwirtschaft 04/19

Die Tische sind bereits gedeckt. Das noch leere Restaurant an der Köpenicker Str. in Kreuzberg bildet am frühen Abend einen ruhigen Kontrast zu meinem hektischen Tag. Ich treffe eine Gruppe junger Führungskräfte des Urban Land Instituts. Eine gemeinnützige Forschungs- und Bildungsorganisation, die in vielen Ländern aktiv ist und sich mit ihren Mitgliedern aus Experten der Immobilienwirtschaft, der Wissenschaften, der Planung sowie der öffentlichen Hand für die Verbesserung der gebauten Umwelt einsetzt. Eine Generationenaufgabe.

Wir essen lecker zusammen, ich erzähle ein wenig, aber im Wesentlichen geht wir um das, was meine Gesprächspartner bewegt.

Zu meiner Freude begleiten mich heute meine Kinder. Aaron, sechzehn, ist gerade wieder von seinem Jahr in Florida zurückgekommen, Talita, fünfzehn, wird in diesem Sommer fahren. Heute gehört ein Auslandsaufenthalt für viele zur Schulbildung dazu. Für meine Generation war dieser Schritt damals noch ungewöhnlich. Ich selbst habe das als Befreiung erlebt. Das Land schien für Teenager gemacht zu sein. Voller Leichtigkeit, immer spielerisch im Wettbewerb und so viel humorvoller als Good old Germany. Ich kam mit übergroßem Selbstbewusstsein nach Deutschland zurück. Aber auch sehr widerwillig. Gerne wäre ich dort geblieben. In Amerika hatte ich eine völlig andere Perspektive kennengelernt. „Glaube an dich selbst“ und „Du kannst reich und berühmt werden, wenn du hart arbeitest!“ waren die Botschaften.  „You can walk through this gate as far as your God given abilities can take you!“ Hat das nicht Bill Clinton am Brandenburger Tor gerufen?

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