KuBin

KuBin

Wohn- und Geschäftshaus,
Kunstkubus auf dem Kunstcampus
2010

Spätestens seit Eröffnung des Hauptbahnhofs Berlin im Jahr 2006 zieht ein etwa 40 Hektar großes Gebiet nördlich der Bahnhofshalle mehr und mehr das Interesse von Planern und Investoren auf sich. Als erster Teil der Entwicklung des lang gestreckten Geländes – das stark von den verwaisten Anlagen des früheren Hamburger und Lehrter Güterbahnhofs bestimmt wird – entsteht gleich nördlich der Straße vor dem neuen Hauptbahnhof die »Europacity«.

Zu diesem Stück Stadt gehört auch der »Kunstcampus« hinter dem Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart. Westlich durch die 300 Meter lange Rieckhalle mit der Sammlung Flick, östlich durch die Halle am Wasser mit sechs Galerien und durch die Promenade am Ufer des Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals begrenzt, wird der Kunstkubus, unter Bezugnahme auf die Lage beider Hallen, den Kunstcampus im Norden schließen.

Das Haus steht auf einem Boden von genau 40 mal 36 Metern und ist sechs Geschosse hoch. Das Erdgeschoss nimmt die ganze Fläche in Anspruch, während die fünf oberen Geschosse eine Anlage mit drei Flügeln formen, die auf den Schifffahrtskanal weist. Wiewohl der Begriff des Kubus eher an ein kantiges Gehäuse denken lässt, haben die Fassaden – dank ihrer zahlreichen Vor- und Rücksprünge, denen nicht nur an der Ostseite etwas von kleinen Erkern eignet – einen durchaus plastischen Charakter. Hier treten Metall und Glas in Kontrast. Weiß zeigen sich die waagrechten Streifen der Decken, grau und braun die senkrechten Streifen der Wände. Alles Feste aber strebt mit den raumhohen Glasscheiben zur Auflösung in Licht und Luft.

Im Erdgeschoss finden sich ein Laden, eine Galerie, ein Café und ein Restaurant.
Das erste und zweite Obergeschoss dienen Büros, womöglich auch Ateliers. Im dritten bis fünften Obergeschoss liegen Wohnungen; es sind zehn auf jeder Etage,
davon acht mit je 82 oder 83 oder 84 Quadratmetern, zwei mit je 116 Quadratmetern und zum Wasser weisend. Alle Wohnungen meiden die scharfe Trennung der räumlichen Bereiche des Kochens, des Essens, des Wohnens. Was sie auf diese Weise bieten, ist: mehr Freiheit als Ordnung.

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